Hörgerätebatterien - Viel Power in kleiner Form

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für Gehörschäden. Sie entstehen durch Krankheit, Alter oder auch durch Umgebungslärm. Einmal geschädigt benötigt der Mensch mit einem Gehörschaden Hilfsmittel, um dieses Handicap zu kompensieren. Neben Vibrationswecker und Lichtzeichen sind Verstärker und andere Hilfsgeräte bekannte Mittel. Das wichtigste Hilfsmittel ist jedoch ein Hörgerät.

Hörgeräte sind heute unverzichtbar, wenn man als Hörgeschädigter weiterhin am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen will. Um dieses wichtige Hilfsmittel funktionsfähig zu erhalten, benötigt man Hörgerätebatterien. Diese stellen die Kraftquelle für das Hörgerät dar und sind zurzeit in vier gängigen Größen auf dem Markt, nämlich in den Größen, 10, 13, 312 und 675. Bei den Hörgerätebatterien der neuen Generation handelt sich um Zink-Luft-Knopfzellen, die eine Spannung von 1,4 Volt aufweisen. Sie funktionieren wie folgt: Durch kleine Löcher am Boden der Batterie dringt Luft in das Innere ein und der Prozess zur Stromerzeugung wird gestartet. Die Löcher sind bis zur Benutzung durch Folie oder Aufkleber verschlossen, um zu verhindern, dass es vor Benutzung der Batterien zur Entladung kommt. Daher sind unbeschädigte Folien oder Aufkleber ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei Hörgerätebatterien.

Um die passende Batterie auszuwählen und möglichst lange Intervalle der Batteriewechsel zu erreichen, sollte man beachten, dass die Kapazität der Batterien in Milliamperestunden angegeben wird. Je höher diese Angabe ist, desto länger hält die Batterie. Hörgerätebatterien haben wie alle Batterien ein Verfallsdatum, wird dieses überschritten nimmt die Leistung kontinuierlich ab. In der Regel liegt dieses bei bis zu vier Jahren, sodass Vorratskäufe durchaus Sinn machen. Beim Einsatz im Hörgerät hat eine Batterie eine Lebensdauer von fünf bis ca. 40 Tage, was natürlich weitgehend davon abhängt, welches Gerät man wie oft benutzt und von Leistung und Typ der Batterie. Nach einer kurzen Benutzungszeit wird der Hörgeräteträger bald wissen, wann er die Batterie austauschen muss. Die Hörgerätebatterie sollte aber in jedem Fall gewechselt werden, wenn eine verzerrte Wiedergabe auftritt oder der Geräteträger das Gefühl hat, die Lautstärke immer weiter erhöhen zu müssen.

Da Hörgerätebatterien manchmal unerwartet schwächer werden, sollten im Zweifelsfall auch unterwegs immer Ersatzbatterien vorhanden sein. Beachtet der Benutzer der Hörgerätebatterien noch einige Verhaltensregeln wie z. B. das Öffnen des Batteriefaches über Nacht zum Entfernen von Feuchtigkeit, kann er die Lebensdauer positiv beeinflussen. Dies gilt auch für die richtige Lagerung und das Auswechseln der Batterien mit sauberen, fettfreien Händen, um sowohl Batterien als auch Hörgeräte in ihrer Funktion nicht negativ zu beeinflussen. Hörgerätebatterien sind natürlich bei den Hörgeräteakustikern zu erhalten, man findet sie aber auch in Apotheken, bei Optikern und manchmal in gut sortierten Elektro-Fachgeschäften. Selbstverständlich sind Hörgerätebatterien inzwischen auch im Internet erhältlich.